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Wechseljahre

Wie kommst du gut durch die Wechseljahre?

Die Wechseljahre der Frau sind eine natürliche hormonelle Umstellungsphase. Die Östrogen- und Progesteronproduktion wird im Körper reduziert, da sie nicht mehr benötigt werden. Im Normalfall verläuft dieser Prozess reibungslos. Doch kann es bei Schwankungen im Hormonhaushalt bei einigen Frauen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen.

Welche Rolle spielt die Ernährung in den Wechseljahren?

In den Wechseljahren spielt die Ernährung eine bedeutende Rolle. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und es wird schwieriger sein Gewicht zu halten oder abzunehmen. Wer sich bereits vorwiegend basisch ernährt hat einen grossen Vorteil. Spätestens jetzt sollte jede Frau über basische Ernährung nachdenken und spätestens jetzt ihre Ernährung umstellen, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Auch Basenfasten ist eine sehr gute Massnahme um sich vor Wechseljahresbeschwerden zu schützen. Durch den verlangsamten Stoffwechsel wird die Nahrung nicht mehr so schnell verbrannt. Es wird  weniger Nahrung benötigt. Also einfach auch ein bisschen weniger essen. 

Bewegung spielt in unserem ganzen Leben eine entscheidende Rolle. So schützt auch Bewegung in den Wechseljahren vor Beschwerden. Es reicht völlig aus täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen, walken oder schwimmen.

Welche Lebensmittel sollten bevorzugt werden?

Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsaat, Linsen, Erbsen, Bohnen und Soja enthalten Phytoöstrogene (sekundäre Pflanzenstoffe) und sind gut bei Östrogenmangel. Sie werden im Darm zu Hormonen umgewandelt.

Frauen im Westen haben Schwierigkeiten Sojaeiweiß zu verstoffwechseln, da sie ein anderes Enzymmuster haben, anders als Asiatinnen. So kann es zu Unverträglichkeiten und Verdauungsproblemen kommen. Da muss jeder selbst probieren, wie er Sojaeiweiß verstoffwechselt und ob es ihm gut bekommt. Ein guter Test ist erst einmal täglich ein Glas Sojamilch zu trinken. Möchtest du mit einer geringeren Menge beginnen, nimm Sojamilch in deinen Kaffee.

Welche Wechseljahresbeschwerden treten häufig auf?

Hitzewallungen und starkes Schwitzen

Blutzuckerschwankungen, wenn der Blutzuckerspiegel zu schnell abfällt, führen zu Hitzewallung. Eine Östrogendominanz erschwert die Blutzuckersteuerung. So können zu wenig Nahrungsaufnahme, schwere kohlenhydratreiche Mahlzeiten, intensiver Sport oder Stress zur Unterzuckerung führen. Auf jeden Fall solltest du deinen Zuckerkonsum im Auge behalten. Wenn möglich auf Zucker sowieso weitestgehend verzichten.

Abends eine Tasse kalten Salbeitee trinken mindert die Schweißproduktion. Dafür 2 Teelöffel Salbeiblätter mit 250 ml kochenden Wasser übergießen. Nach 10 Minuten abseihen und erkalten lassen. Bitte die Bekömmlichkeit prüfen, Salbei kann auf Grund der vielen Gerbstoffe nicht so magenfreundlich sein.

Stimmungsschwankungen und Schlaflosigkeit

Traubensilberkerze besitzt östrogenähnliche Eigenschaften. Die Einnahme erfolgt üblicherweise von Fertigpräparaten aus der Apotheke. Es empfiehlt sich vor Selbstmedikation eine Heilpraktiker oder Arzt zu konsultieren.

trockene und dünne Haut

Der Feuchtigkeitsgehalt der Haut geht hormonell bedingt in den Wechseljahren zurück. Die Elastizität verringert sich, was zur Faltenbildung führt. Daher sollet Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron ausgeglichen sein. Lebensmittel, die für die Kollegenbildung nützlich sind, können die Haut unterstützen. Das sind Lebensmittel mit viel Vitamin C und die Zink enthalten. Das sind zum Beispiel Sanddorn, Zitrusfrüchte, Brokkoli, Paprika und Haferflocken, Erdnüsse, Paranüsse, Mais. Natürlich ist es für die Haut immer wichtig ausreichend zu trinken.

Schlaflosigkeit und depressive Verstimmungen

Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und antriebssteigernd. 

Johanniskraut hat Wechselwirkung mit Medikamenten, bitte vor Einnahme einen Heilpraktiker oder Arzt konsultieren. Gesunder Schlaf ist in allen Lebensphasen wichtig, denn während du schläfst regeneriert der Körper sämtliche Zellen.

Kopfschmerzen

Als natürliche Heilmittel helfen bei bei vielen Frauen ätherische Öle,  wie Pfefferminzöl und Lavendelöl. Du kannst die Schläfen und den Nacken einreiben. Auch Baldrian ist zur Entspannung und Beruhigung sehr beliebt. Entspannungstechniken können auch helfen, progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder vielleicht eine App. Ich mag die App „Get Relaxed“ von Kim Fleckenstein, wenn man sich darauf einlässt, hilft es sehr gut.

Osteoporose

Die Knochengesundheit profitiert von einer ausgewogenen gesunden Ernährung verbunden mit ausreichender Bewegung. Die Knochen profitieren von Vitamin K2, Vitamin D und Calcium. Natürlich spielt auch die Versorgung mit Magnesium und Spurenelementen eine entscheidende Rolle.

Können die Wechseljahre auch eine Chance sein?

Ja, das sind sie definitiv. Diese Zeit bietet die Möglichkeit in sich zu gehen, um etwas zu verändern. Sich zu überlegen, was du schon immer gerne tun wolltest. Deine Zeit ist jetzt, die Zeit für Veränderungen. Wirf allen Ballast ab. Gestalte dein Leben neu. 

Nimm dich wichtig und mach das Beste daraus vor allem bleib gesund.

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